Symbolik

Der Stellenwert der Bausymbolik

Die Freimaurer selbst sehen die Freimaurerei als sinnbildliche Baukunst. Der Gegenstand des Bauens ist dabei der einzelne Mensch und auf einer weiteren Ebene die gesamte Menschheit. Die Arbeiten in den drei Graden – Lehrling, Geselle, Meister – erfassen dabei das gesamte Leben des Mannes. Unter freimaurerischer Arbeit versteht man sowohl die Kleinarbeit, die der Einzelne an sich selbst betreibt (=Behauen des rauen Steines) als auch die Gruppenarbeit am Bau des Salomonischen Tempels, dem Tempel der Humanität. Die Tempelarbeit wird dabei als kultische, nicht jedoch als religiöse Arbeit aufgefasst. Die gemeinsame Bausymbolik ist ein Element, das alle Freimaurer auf der ganzen Welt – unabhängig von ihrer Nationalität oder Sprache – miteinander in Brüderschaft verbindet.

Formen von Symbolen

Die Symbole in der Freimaurerei bestehen in Form von Worten, sinnbildlichen Zeichen und allegorischen Handlungen. Die Worte beziehen sich auf die Sprache der Bausymbolik, ein Beispiel für ein Zeichen ist der in der Mitte der Loge ausgebreitete Arbeitsteppich mit bildlichen Darstellungen oder auch die symbolische Kleidung der Mitglieder, weiße Handschuhe und Schurz. Zu den Handlungen zählen Erkennungszeichen sowie besondere Formen der Arbeit und der Einweihung.

Zirkel und Winkelmaß sind in gekreuzter Darstellung das Zeichen der Steinmetze, das bekannteste aller Symbole der Freimaurer. Der Zirkel symbolisiert die Beziehung des Einzelnen zu seinen Brüdern, die Liebe zur Menschheit und das Winkelmaß steht für das rechte Handeln des Freimaurers, das symbolische Gewissen.

Die Kette als gleichgeartete, miteinander verbundene Glieder bezieht sich auf den „ungestörten Kreislauf eines geistigen Fluidums durch den Stromkreis der Kette“, jeder Bruder ist ein Glied dieser Kette, sie ist ein Symbol der Gemeinschaft aller Brüder.

Die Aufnahme in den Bund ist ein Zeichen für den Übertritt in ein höheres Wesensdasein (durch Reinigungszeremonie, z.B. Wanderung durch Feuer und Wasser in der Zauberflöte), „der blinde, profane Mensch wird erst durch die Weihe sehend“.

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